92. Stiftungsfest und Kirmes

22. - 25. Juli 1994

Viel zu gut meinte es dieses Jahr St. Petrus mit den Sängern des "Sängerchores" zu ihrem 92. Stiftungsfest, daß zusammen mit der Kirmes in Heiligenhaus in der Zeit vom 22. bis 25. Juli 1994 gefeiert wurde.

Selbst die Senioren konnten sich nicht erinnern, zum Fest jemals mit so konstant hohen Temperaturen gekämpft zu haben, was sich auch bei den Besucherzahlen an den Kirmestagen bemerkbar machte. Sogar die Disco am Freitagabend zur Kirmeseröffnung war schlechter besucht als in den Vorjahren. Frank Lohmar verstand es trotzdem mit "Frankies-Disco-Musik-Show" die aus der ganzen Gemeinde angereisten jugendlichen Musikfans mit heißen Hits, Licht und Show in Laune zu bringen. Ebenfalls öffnete am Freitag der bunte Kirmesmarkt. Am Samstag folgte im Festzelt ein Tanzabend mit der Showband "Snowbirds". Die Profimusiker machten gute Musik für "Jedermann". Die groß ankgekündigte "Mitternachtsshow" ließen die Musiker wegen der großen Hitze und des nach ihrer Ansicht für den geplanten Zeitpunkt nicht genügend vorhandenen Publikums leider ausfallen.

Im Mittelpunkt des traditionellen Stiftungsfestes stand der Sonntagvormittag. Um 10.00 Uhr trafen sich die Sänger zum gemeinsamen Kirchgang in der Pfarrkirche St. Rochus. Pfarrer Michael Schmitz würdigte in seiner Predigt dabei das große Engagement des Chores, nicht nur zu Konzerten und öffentlichen Festen. In diesem Zusammenhang dankte er dem Chor für die musikalische Mitgestaltung seines 40jährigen Priesterjubiläums vor kurzem. Nach dem Gottesdienst zogen sie Sänger und Kirchenbesucher ins Festzelt zum "Bergischen Frühschoppen".

Unser 1. Vorsitzender Werner Rottländer - erst vor wenigen Wochen neu gewählt - freute sich, im Kreise der Gäste Pfarrer Michael Schmitz, Landrat Dr. Rolf Hahn, Bürgermeister Josef Büscher, Sängerkreisvorsitzender Hubert Eschbach, Ehrenmitglied Willi Wasser und mehrere Ratsmitglieder - darunter Bürgermeister-Kandidat Siegfried Raimann - begrüßen zu können. Dann trat der Chor unter der Leitung von Chorleiter Gerd Fuchs mit einem gut halbstündigen Potpourri vor das Publikum. Der Schweiß floß in Strömen, trotzdem bemühten sich die Sänger um qualifizierten Chorgesang, vor allem aus dem Bereich der leichten Musik. "Am kühlen Morgen" lautete das Eröffnungslied, eine Aussage, die sowohl den Sängern, wie den Gästen ein bißchen die Illusion auf erträglichere Temperaturen gab. Besonders gefiel dem nicht mit Beifall geizenden Publikum "Das Ave Maria der Berge", in dem Jürgen Wunderlich in gewohnt gekonnter Manier das Tenorsolo sang. Traditionell wurden an diesem Vormittag die Chorjubilare des "Sängerchores" geehrt. Diesmal waren es mit sechs Sängern an der Zahl besonders viele. Hans Hammes, Franz Hock, Walter Nagel, Eddy Peters, Hans Prinz und Jochen Stüber können auf 25 Jahre aktive Sangestätigkeit zurückblicken. Vorsitzender Werner Rottländer sprach die Glückwünsche des Chores an die Jubilare aus. Der Vorsitzende gab seiner Hoffnung Ausdruck, daß alle dem "Sängerchor" weiter die Treue halten und ihre Stimme als aktive Mitglieder in der Gemeinschaft erschallen lassen sollten. Als äußeres Zeichen des Dankes übergaben der Vorsitzende und sein Stellvertreter Herbert Becker die Ehrenurkunden zum Jubiläum und einen guten Tropfen zur Pflege der immer strapazierten Sängerkehlen. Die Sängerkameraden gratulierten mit dem "musikalischen Hoch". Auch Sängerkreisvorsitzender Hubert Eschbach schloß sich den Gratulanten an. Die offizielle Ehrung durch den Deutschen Sängerbund wird im Herbst im Rahmen der zentralen Jubilarenfeier des Sängerkreises in Bergisch Gladbach erfolgen. Überraschend für die Sänger und den Betreffenden kam dann noch eine besondere Ehrung für Willy Schmidt, der vor wenigen Wochen nach mehr als 16 1/2 jähriger verdienstvoller Tätigkeit als Vorsitzender dieses Amt in jüngere Hände gelegt hatte. Landrat Dr. Rolf Hahn betonte in einer Dankadresse, Schmidt habe immer neben Leistung auch Kameradschaft und Harmonie im Chor hochgehalten und daher maßgeblichen Anteil an dessen Erfolgen, die sich zuletzt bei der Erringung des siebten Meisterchortitels erneut gezeigt hätten. Er übergab ein Glaswappen des Kreises als Dankgeschenk: "Damit Sie immer daran erinnert werden, daß dieser, Ihr Meisterchor, der erfolgreichste Chor des Kreises ist!" Bürgermeister Josef Büscher schloß sich mit Wort und Geschenk an. Aus seinem Mund konnte auch der Nachfolger von Willy Schmidt die erste Anerkennung zur Amtsführung entgegennehmen: "Der Werner Rottländer hat keine Hemmungen und macht dat prima!"

Nach dem offiziellen Teil spielte das "Sound Quintett" bis in den Nachmittag zu Tanz-, Unterhaltungs- und Stimmungsmusik auf. Zwischendurch hielt der Kirmesnubbel traditionsgemäß seinen Einzug ins Festzelt, wo er gebührend gefeiert wurde. Am Montagnachmittag wurden die Heiligenhauser "Pänz" vom "Sängerchor" zu Karusselfreifahrten auf dem Kirmesplatz eingeladen. Abends spielte zum Abschlußball wieder die Kapelle "Sound Quintett". Im Verlauf der Veranstaltung erfolgte auch die Auslosung der großen Kirmestombola, bei der Werner Rottländer zwei Hauptgewinnern je einen Reisegutschein für zwei Personen überreichen konnte. Sie galten für die Mitfahrt bei der 24. Konzertreise des "Sängerchores" im September 1994 nach Schluchsee im Schwarzwald. Der Nubbel machte an diesem Abend ebenfalls seine Abschieds-Ehrenrunde im Festzelt, um anschließend verbrannt zu werden.

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