26. Konzertreise nach Waldsassen

14. September 1996

Am Samstag, den 14. September 1996 startete der "Sängerchor" zu seiner Konzertreise ins Oberpfälzer Stiftsland nach Waldsassen, sowie das nahegelegene Mitterteich, zu dessen renomiertem MGV der "Sängerchor" freundschaftliche Beziehungen geknüpft hatte. Die Stadt Waldsassen mit ihrer bedeutenden Basilika gilt als eine der großartigsten Barockkirchen Bayerns. Im Schatten dieser Basilika waren die Quartiere im Hotel zum "ehem. Königlich-Bayrischen Forsthaus" gebucht, ein sehr schönes Haus. Durch größere Staus auf der Hinfahrt erreichte der Chor Waldsassen erst mit mehr als zweistündiger Verspätung. Da schmeckte dann das gemeinsame Mittagessen gegen 15.30 Uhr besonders gut. Keine Zeit zum Ausruhen hatten die Sänger, denn bereits um 17.00 Uhr mußten alle in Vereinskleidung zur Fahrt nach Mitterteich antreten. Mitterteich liegt im Landkreis Tirschenreuth in Bayern, umgeben von Fichtelgebirge und Oberpfälzer Wald. Hier gestaltete der "Sängerchor" in der Pfarrkirche "St. Jakob", die 1890 im neoromanischen Stil erbaut wurde, den Vorabendgottesdienst. In der bis auf den letzten Platz gefüllten Pfarrkirche sang der Chor unter der Leitung von Chordirektor Gerd Fuchs folgende Chorwerke:

"Herr unser Gott"
"Cherubinischer Lobgesang"
"Unser tägliches Brot"
"Der Herr ist mein Hirte"
"Sanctus"
"Stern auf den ich schaue"
"Die Ehre Gottes aus der Natur"
 
J. Christ
D. Bortniansky
R. Pappert
H. Weiss
F. Sucher
O. Fischer
L. Beethoven
 

Vize-Dirigent Valentin Pantenburg begleitete den Chor bei einigen Werken an der Orgel. Der Gemeindepfarrer bedankte sich überschwenglich bei den Sängern für den wunderschönen Gesang und die Kirchenbesucher spendeten begeistert Beifall.

Nach dem Gottesdienst war ein bunter Liederabend mit den neuen Freunden des MGV Mitterteich im benachbarten Josefshaus. Vorsitzender Ludwig Kraus begrüßte den "Sängerchor" ganz herzlich. Es wurde dann ein gemütlicher Abend, der bis 24.00 Uhr andauerte.

Am Sonntagmorgen gestaltete dann der "Sängerchor" in der das Stadtbild von Waldsassen bestimmenden Stiftsbasilika mit ihrem festlichen, das ganze Kirchenschiff wie ein Rankenbild umschlingenden Stuck, zur Freude der Gläubigen die hl Messe musikalisch mit. Auch für die Sänger war es ein ganz besonderes Erlebnis in dieser Basilika zu singen, die durch ihre hervorragende Akustik berühmt ist Hier finden standig große Musikveranstaltungen statt.

Der berühmte amerikanische Stardirigent Leonhard Bernstein dirigierte hier eines seiner letzten Konzerte. Auch hier erlebte der "Sängerchor" ein vollbesetztes Gotteshaus. Die begeisterten Messebesucher dankten mit viel Beifall und der Pfarrer sprach herzliche Dankesworte. Danach ging es zum wohlverdienten Frühschoppen ins nahegelegene ehem. Königlich-Bayrische Forsthaus. In dessen Verlauf kam der örtliche Kirchenmusikdirektor Toni Zimmert zum Chor und hatte besonders lobende Worte parat. Bei viel Gesang dauerte der Frühschoppen für viele bis zum späten Abend. Am Montag führte der Tagesausflug in das Böhmische Bäderdreieck im nahegelegenen Tschechien. Sachkundiger Begleiter war der Vorsitzende des MGV Mitterteich, der in seiner Eigenschaft als Leiter einer Station der Bayrischen Grenzpolizei auch für problemlose Ein- und Ausreise sorgte. An der Grenze wurde der Chor von zwei reizenden tschechischen Reiseleiterinnen erwartet und in den prächtigen, auch baulich sehr gut instandgehaltenen Badeorten Karlsbad und Marienbad auf Besichtigungsgängen geführt, sowie bestens informiert. In Marienbad hatte der "Sängerchor" Gelegenheit, in der in sehr gutem Zustand befindlichen Maria-Himmelfahrts-Basilika ein kleines Konzert zu geben, aber auch die musikalischen Fontänen vor den Badeanlagen zu erleben.

Nur kurz war nach der Rückkehr die Erfrischungspause bis zur erneuten Abfahrt nach Mitterteich zum Raumberghof, wo man sich mit den Freunden vom dortigen MGV zum gemütlichen Abschiednehmen mit viel Gesang traf. Die Sänger konnten sich dabei von den hervorragenden chorischen Leistungen des zwar kleineren, aber durchaus hochqualifizierten Mitterteicher Männerchores überzeugen. Beide Vorsitzende tauschten an diesem Abend kleine Geschenke und Grußworte aus.

Am Dienstagmorgen, 17. September 1997, ging es dann kurz vor 10.00 Uhr wieder auf den Heimweg, der jedoch noch mit zwei ganz bedeutenden Chorauftritten unterbrochen wurde. Und zwar in der bedeutendsten Rundbau-Basilika nördlich der Alpen, der dreitürmigen Dreifaltigkeitskirche Kappel am Morgen, sowie in der weltbekannten Wallfahrtsbasilika Vierzehnheiligen bei Bamberg, wo man eine besonders große Besucherschar mit geistlichen Chorwerken und Liedern begeisterte. Bevor es endgültig auf die Heimreise ging, wurde noch ein gemeinsames Mittagessen eingenommen. Am späten Abend erreichten dann alle wieder wohlbehalten Heiligenhaus.

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