Dorfkirmes in Heiligenhaus

Vier Tage stand Heiligenhaus wieder im Zeichen der Dorfkirmes, die der "Sängerchor" traditionell mit seinem Stiftungsfest verbunden hatte. Auch diesmal stand das moderne Festzelt wieder zwischen St. Rochuskirche und Dorfbrunnen. St. Petrus zeigte sich von der guten Seite. Mit trockenem, nicht zu sonnigem Wetter mit angenehmen Temperaturen lockte er die Besucher in großer Zahl auf den Festplatz und ins Festzelt. Neben dem Biergarten fanden die Besucher ein großes Angebot an Fahrgeschäften für große und kleine Leute.

Das Festgeschehen im Festzelt startete diesmal nicht mit einem Disco-Abend, sondern mit einer "Oldie-Night". Live-Musik, die von Jung und Alt sehr gut angenommen wurde. Am Samstagabend fand dann die große Jubilarenehrung im Festzelt statt. Ein wohl einmaliges Ereignis in der fast hundertjährigen Geschichte des "Sängerchores" und auch wohl einmalig im Rheinisch-Bergischen Sängerkreis. Konnten doch nicht weniger als 18 aktive Sängerjubilare geehrt werden. Neun Mitglieder für 50jährige, sieben für 40jährige und zwei für 25jährige Treue zum Männerchorgesang. Zunächst wurden die Jubilare vom Sängerheim aus von ihren Kameraden und zu aller Überraschung sogar musikalisch begleitet vom Musikverein aus Kürten in einem festlichen Zug über die Neuenhauser Straße und die Bensbergerstraße zum Festzelt im Schatten der Heiligenhauser Kirche geleitet. Für die Goldjubilare hatte der Vorstand außerdem einen pferdebespannten mit Grün und Gold geschmückten Wagen organisiert, obwohl auch sie sich noch guter Kondition erfreuen.

Vor dem Zelt konnten die Jubilare ihre Ehefrauen in den Arm nehmen um an-schließend blumengeschmückte Ehrenplätze einzunehmen und von dort aus den festlichen Abend zu genießen. Die Musikkapelle aus Kürten spielte das "Bergische Heimatlied", bevor Vorsitzender Werner Rottländer die vielen Gäste im gutbesetzten Festzelt, darunter trotz Ferienzeit erfreulich viel "Prominenz", die Sänger und vor allem die Jubilare begrüßte.

"Ehrungen sind in einem Verein etwas völlig Normales, was in diesem Jahr bei uns ansteht, ist aber schon ein Jubiläum ganz besonderer Art, ein Fest, auf das wir uns alle freuen!" Die Jubilarenschar ist fast schon ein Chor für sich!" Selbst bei dem immer noch nahezu 80 Aktive zählenden "Sängerchor" ist es ein knappes Viertel aller aktiven Mitglieder, die jetzt feiern konnten. Unter der Eeitung von Chordirektor Gerd Fuchs mußte der Rest des "Sängerchores" seinen Jubilaren zeigen, ob es auch ohne deren Stimmen geht. Franz Schuberts "Abendfrieden" eröffnete den gesanglichen Part. Zunächst wandte sich unser Vorsitzender an die Silberjubilare Hilger Meyer-Reumers und Erhard Okrafka, die mit der Vereinsurkunde für 25-jährige Singetätigkeit und - wie alle nachfolgend Geehrten - mit einem guten Tropfen "eingefangenen Sonnenscheines" zur Stimmschmierung bedacht wurden. Werner Rottländer hatte für jeden Jubilar persönliche Dankesworte parat, die Sänger und Gäste mit viel Beifall aufnahmen.

40 Jahre im Chorgesang aktiv sind: Heinz Baumann, Karl Döller, Karl-Heinz Klaas, Heinz Klein, Heinz Schmidt, Kurt Schwamborn und Karl-Heinz Wasser. Sie konnten sich über große, von Josef Vogel gestaltete Urkunden und natürlich über das Weinpräsent freuen.

Ganz besondere Dankesworte fand unser Vorsitzender für die Goldjubilare, die Anfang 1947 zur Wiederaufnahme des Probenbetriebes nach der Kriegsunterbrechung eintraten und maßgeblichen Anteil hatten am Aufbau des Vereins, zu seiner schnell folgenden, bis heute anhaltenden Blüte.

Herauszustellen galt es Ehrenvorsitzenden Willy Schmidt, der dem Verein auch nahezu zwei Jahrzehnte als souveräner Vorsitzender diente.

Hier nun die Goldjubilare, die mit einer ganz besonders schönen, mehrfarbigen, von Josef Vogel gestalteten Ehrenurkunde ausgezeichnet wurden: Hans Ley, Heinz-Josef Lutz, Heinz Lohmar, Josef Schmidt, Willy Schmidt, Ernst Steinbach, Josef Steinbach, Alfons Vogel und Josef Vogel. Willy Schmidt dankte als Sprecher aller Jubilare für die Glückwünsche, Geschenke und den schönen Festakt.

Unzählige persönliche, oder im Namen von Vereinen, Kirchen oder Institutionen ausgesprochene Gratulationen ergossen sich über die Sängerjubilare, wobei Pastor Gereon Bonnacker, MdB Wolfgang Bosbach, Bürgermeister Siegfried Raimann, sein Vorgänger und Overather Ehrenbürger Josef Büscher, der Vorsitzende der IGH Werner Giersiefer und die " Sängerchor-Ehrenmitglieder" Willi Wasser und Josef Klug in der "ersten Reihe" standen. Besonderes "Highlight" im folgenden gemütlichen Teil des Festabends war die rund halbstündige Einlage von Rainer Höfer, der als Keyboarder der Kölner Gruppe "Blom und Blömcher" bekannt, im Zusammenwirken mit dem Startrompeter Leonid Kilimnik unter anderem in die Welt des Musicals entführte. Als dann noch "Sängerchor-Tenor" Jürgen Wunderlich zu den Profimusikern stieß und mit drei excellenten Vorträgen - darunter das weltbekannte "Wolgalied" brillierte, gerieten Jubilare, Sänger und Gäste im Zelt endgültig in totale Begeisterung. Noch bis in die späte Nacht hinein wurde dann zu den Klängen der beliebten" Pentagon-Band" gefeiert und getanzt.

Der Sonntagmorgen begann für die Sänger bereits um 9.45 Uhr mit dem gemeinsamen Kirchgang in St. Rochus in Heiligenhaus. Die hl. Messe für die lebenden und verstorbenen Mitglieder des MGV "Sängerchor" wurde zum erstenmal von unserem Chor mitgestaltet. Danach wurden die Gottesdienstbesucher und Sänger vom Musikverein Kürten in das Festzelt geleitet. Dann begann der traditionelle "Bergische Frühschoppen" unter den Klängen des Musikvereins Kürten, der zu einem gut zweistündigen Konzert aufspielte. Natürlich gab der "Sängerchor" zwischendurch auch einige Lieder zum besten. Nach dem konzertanten Teil spielte wieder die Showkapelle "Pentagon" bis in den späten Nachmittag zum Tanz, mit Unterhaltungs- und Stimmungsmusik auf. Natürlich hielt der Kirmes-nubbel zwischendurch seinen Einzug und wurde gebührend gefeiert.

Der Montagnachmittag gehörte wieder den Heiligenhauser"Pänz". Sie wurden vom "Sängerchor" eingeladen und bekamen Freikarten für die einzelnen Fahrgeschäfte. Ebenfalls hatten die Schausteller zu einem "Familientag" eingeladen, alle Fahrgeschäfte konnten zu ermäßigten Preisen genutzt werden.

Zum Kirmesausklang am Montagabend spielte wieder die Kapelle "Pentagon" zum Tanz. Im Verlaufe des Abends fand die Auslosung der großen Kirmestombola statt, zu der am Sonntag und Montag die Lose angeboten wurden und bei der als Hauptpreise zwei Vier-Tage-Reisen für je zwei Personen mit dem "Sängerchor" nach Waldkirchen bei Passau vom 13. -16. September 1998 winkten. Auch der "Nubbel" gab an diesem Abend seine Abschiedsvorstellung, wobei die Begleitmannschaft trotz schwarzweißer, mit Trauerflor versehenen Kleidung ihn vor der Verbrennung noch einmal richtig "tanzen" ließen.

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