Bundesleistungssingen in Moers

27.Februar 2004

Das Bundesleistungssingen 2004 (Meisterchor) fand am 22./23. Mai im Kulturzentrum Rheinkamp, Sängerkreis Mors statt. Die Heiligenhauser Sänger hatten sich für Samstag, 22. Mai 2004 angemeldet und hierfür die Bestätigung durch den Sängerbund NRW erhalten.

"Hurra, ein Wunsch wurde wahr - Meisterchor zum neunten Mal!" - mit diesem eilends gefertigten Transparent empfingen die Heiligenhauser, allen voran die Damen der Aktiven "ihren MGV Sängerchor" bei der Rückkehr vom Bundesleistungssingen des Sängerbundes Nordrhein-Westfalen in Mors. Der Sängerchor hatte am Samstagnachmittag als einer der ganz wenigen Chöre in NRW und als einziger im Rheinisch-Bergischen Sängerkreis zum neunten Mal in Folge den begehrten, fünf Jahre geltenden Titel "Meisterchor im Sängerbund NRW" erringen können und zwar mit überzeugender Leistung.

Scheinwerfer der Heiligenhauser Feuerwehr erleuchteten den fast fertigen Kreisverkehr im Herzen des Ortes taghell: darin weiße Socken (ein Hinweis auf den bestbewerteten Titel des Singens "Zu Lauterbach hab i mein Strumpf verlorn ....") schwenkende Damen den erfolgreichen Sängern zujubelnd: die Aktiven genossen den Empfang im Doppelstöckerbus mit vier Ehrenrunden um das Verkehrsbauwerk. Am frühen Samstagmorgen startete der MGV Sängerchor in Richtung Mors, wo zunächst noch eine letzte Probemöglichkeit bestand.

Der Auftritt im Kulturzentrum Rheinkamp war für 13.20 Uhr terminiert.

Schon etwas nervös, aber hoch motiviert und konzentriert traten die 70 Sänger vor das sechköpfige, international besetzte Wertungsrichterkollegium und die vielen sachkundigen Zuhörer - darunter auch ein vollbesetzter Fanbus aus Heiligenhaus.

Im akustisch hervorragenden Saal, bewiesen sie bei den vorgeschriebenen vier Vorträgen, was sie in monatelanger, intensiver und harter Probearbeit mit Chordirektor Gerd Fuchs erarbeitet hatten.

Wahlvolkslied "Sie gleicht wohl einem Rosenstock" (Willy Giesen), Wahlchorwerk "Schilflieder" (Heinrich Sutermeister), Pflichtchorwerk "Ave Maria" (Josef Rheinberger) und Pflichtvplkslied "Zu Lauterbach" (Wilhelm Heinrichs) begeisterten die Gäste, wie der überschwängliche Beifall zeigte. Zuversicht machte sich breit, doch die bange Frage nach dem Urteil der Jury blieb. Allerdings nicht lange. Kurz vor 15.00 Uhr die erlösende Nachricht: Heiligenhaus hat es geschafft, der neunte Titel ist erreicht! Es dauerte noch eine Weile, bis die Freude aus der Sängerschar herausbrach. Das tat sie - wie von Sängern nicht anders zu erwarten - mit einer Fülle, völlig unbeschwert, locker - leicht vorgetragener volkstümlich - heiterer Lieder, zu denen Vizedirgent Jürgen Wunderlich im großen Bewirtungszelt anstimmte. Bald war das ein singendes und klingendes Paradies fröhlich feiernder Sängerinnen und Sänger auch vieler anderer Chöre; ein tolles Erlebnis für alle.

Derweil ging im Konzertsaal der Wettbewerb bis fast 20.00 Uhr weiter, so dass die Ergebnisbekanntgabe und die Übergabe der Urkunden erst nach 20.30 Uhr erfolgte.

Während Vorsitzender Werner Rottländer und Chorleiter Gerd Fuchs die Meisterurkunde von Sängerbund-Präsident Hermann Otto: "Das Bundesleistungssingen war wieder eine tolle Demonstration für unseren herrlichen Chorgesang!" entgegennahmen, verkündete der Bundeschorleiter Professor Michael Schmoll (zugleich Vorsitzender der Jury) die Einzelbewertung:

Wahlchorwerk und Volkslied, sowie das Pflichtvolkslied "sehr gut", Pflichtchorwerk "gut", wobei der Sängerchor die Bestnote nur um 0,36 Prozentpunkte verfehlte. Herausragend für den Chor, der schon 1961 erstmals und dann in ununterbrochener Folge den Titel erreichte.

Fast die Hälfte der aktiven Sänger war bereits 1961 dabei, half bei allen neun Wettbewerben den Erfolg zu sichern.

Professor Schmoll: "Bravo, mehr als vier Jahrzehnte voller Leistungsbereitschaft; als Heiligenhaus den ersten Titel errang, war ich gerade ein Jahr alt"! Den Erfolg dürfe man tüchtig feiern, er sei aber auch Verpflichtung noch besser zu werden. Da ließen sich die Sänger nicht bitten: In Heiligenhaus ging das Feiern am Sonntagmorgen im Sängerheim mit einem ausgiebigen Frühschoppen und ersten Gratulationen weiter.

Vize-Bürgermeister Siegfried Raimann, der auch Ohrenzeuge in Rheinkamp war: "Dieser großartige Erfolg hat viele Väter, die leistungsbewussten Sänger, den energischen Dirigenten Gerd Fuchs, den umsichtigen Vorsitzenden Werner Rottländer und auch Mütter": "Die Sängerfrauen, ohne die nichts geht"! Letztere hatten den volkstümlichen Hit der Saison "Lebt der alte Holzmichel noch...." umgedichtet und gratulierten damit. Heidi Lohmar: "Da stehn unsere Männer, ist das nicht'ne Pracht, den neunten Meisterchortitel mit nach Hause gebracht ....!" Ein großes Fass Kölsch stellten die Chorfrauen bereit und sie kündigten noch ein Überraschungsgeschenk für den festlichen Kommers am Samstag, 19. Juni 2004 ebenfalls im Sängerheim, an.

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