Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht!

10.Juni 2006

Overath. "Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht.." - unter diesem viel versprechenden Titel brannte der MGV Sängerchor Heiligenhaus am Samstagabend in der Aula des Schulzentrums Cyriax ein Feuerwerk flotter, locker-leichter Melodien ab, das das Publikum im vollbesetzten, frühlingshaft Grün dekorierten Saal von der ersten Minute an begeisterte.

Am Erfolg beteiligt die Gäste des MGV, das weithin bekannte Kölner Damensalonorchester "Die Madämchen" sowie der aus Dortmund angereiste, den Chor bei vielen Titeln einfühlsam begleitende Professor Werner Kämmerling am Flügel.

Erst im Januar hatte Musikdirektorin Claudia Rübben-Laux die musikalische Leitung des Chores übernommen und in nur fünf Monaten mit den Heiligenhausern ein völlig neues, vielseitiges und unterhaltendes Programm erarbeitet. Die Leverkusenerin, auch stellvertretende Bundeschorleiterin des Sängerbundes NRW und studierte Sopranistin, ist die erste Dame an der musikalischen Spitze des Traditionschores - was die Männer wohl besonders anspornte, noch rechtzeitig vor der Sommerpause ihr Können mal mit einem völlig anderen Repertoire unter Beweis zu stellen.

Die "Madämchen" unter Leitung von Dorota Lesch durften den abwechslungsreichen Musikabend eröffnen, an dem auch Bürgermeister Andreas Heider, sein Stellvertreter Siegfried Raimann und Professor Hermannjosef Rübben, Komponist, früherer Bundeschorleiter NRW und langjähriger Dirigent des Kölner Männer-Gesang-Vereins, ihre helle Freude hatten - mit dem Spanischen Marsch "Malaga" von Joe Rixner. Im Verlauf des Programms zogen die Damen mit einer bunten Mischung, die von Johannes Brahms „Ungarischer Tanz Nr.5" über Dixie, Boogie, internationale Volksmusik bis zu einem Paul-Lincke-Potpourri reichte, mit hervorragenden Leistungen in ihren Bann.

Der Chor zeigte an diesem Abend, was eine junge und dynamische und trotzdem erfahrene Gesangspädagogin in kurzer Vorbereitungszeit aus ihm herauszuholen vermag und auch, dass die „Chemie" untereinander stimmt. Auch die Gäste spürten, dass Chorleiterin und Aktive mit großem, freudigem Engagement harmonisch zusammenarbeiten. A capella, zumeist aber am Flügel oder von den Madämchen begleitet, begeisterten die Sänger mit insgesamt achtzehn, meist tempo reichen Titeln, davon nur einer aus dem vorherigen Bestand und mit einer erstaunlich reifen Leistung. „Lieder sind wie helles Sonnenlicht" - kaum schöner als mit diesem Stück von John Barly hätte der Sängerchor seine Vortragsfolge einleiten können. In der Folge gab es einen wunderschöner Reigen bekannter und weniger bekannter Melodien wie „Conquest of Paradise", eine Männerchorfassung von Reinhard Meys berühmter „Diplomatenjagd", den „Deutschmeister-Regiments-Marsch" und die Tritsch-Tratsch-Polka von Johann Strauß, beide vom Orchester begleitet.

Nach der Pause ging das Programm unter anderem mit Liedern von Hermannjosef Rübben und Rudi Kühn weiter; es führte nach Russland („Mit der Troika", „Katjuscha") und Italien mit den beiden Friedrich Zimmer Bearbeitungen „Funiculi" und „Chianti-Lied"; die Tenorsoli sang Jürgen Wunderlich.

Natürlich durfte der Titelsong „Ganz ohne Weiber..." nicht fehlen bevor das, so der allgemeine Tenor, einfach tolle, wunderschöne Konzert mit Frank Coleys „Das war's für heute" zu Ende ging. Claudia Rübben-Laux war hochzufrieden. Sie dankte „ihren" Sängern in der Konzertmitte für das engagierte Mittun mit dem „Vilja Lied" (Franz Lehar) und stellte dabei denen und dem Overather Publikum die eigene, wunderschöne und ausdrucksvolle Sopranstimme vor. Frenetische, stehende Ovationen lohnten allen Mitwirkenden und der künstlerischen Gesamtleiterin die Mühen der Vorbereitung und das - wegen des endlich einmal warmen Wetters - große Schwitzen während der Auftritte.

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