42. Konzertreise nach Wangen im Allgäu

 

Stolze 110 Jahre bestand unser Chor in 2012. Anlass genug um wieder eine schöne, mehrtägige Konzertreise zu unternehmen.

Für viele Sänger ist dies einer der jährlichen musikalischen und gesellschaftlichen Höhe punkte unseres Chorlebens. Die Alltagssor gen werden abgeschaltet wenn es los geht und wir in den Bus steigen, der uns 4 Tage begleitet.

Auf vielfachem Wunsch ging es wieder Richtung Süden und zwar nach Wangen im Allgäu vom 01. - 04. September 2012.

Wangen wurde erstmals im Jahre 815 erwähnt. Nach vielen Schicksalsschlägen im Mittelalter wurde Wangen im zweiten Weltkrieg glücklicherweise von einer Zerstörung verschont, so dass eine der schönsten Altstädte Süddeutschlands erhalten blieb.

Gleich am ersten Abend gestaltete unser Sängerchor alleine ein Konzert im alten Konzertsaal der Stadthalle in Wangen. In gekonnter Weise moderierte und dirigierte unsere Chorleiterin Claudia Rübben-Laux das mehrstündige Konzert.

Am Sonntagmorgen war die sehr schöne und alte Berockkirche St. Martin in Wangen zur Hauptmesse bis auf den letzten Platz besetzt. Auch hier gestaltete unser Chor den Gottesdienst mit ihrem Gesang mit. Viele der zahlreichen Kirchenbesuchern ließen sich das anschließende kleine Platzkonzert des Chores auf dem Marktplatz nahe der Kirche nicht entgehen. Auch hier forderten die begeisterten Zuhörer mehrere Zugaben. Danach hatten sich die Sänger einen zünftigen Frühschoppen im Hotel Mohren-Post mehr als verdient.

Der Nachmittag und Abend stand den Sängern zur freien Verfügung. Jedoch wurde eine nächtliche Führung durch die Altstadt mit Laternen angeboten.

Das Motto lautete „Gauner, Galgenvögel und Gefahren". Es wurden spannende Geschichten nach wahren Begebenheiten von nächtlichen Überfällen, Feuersbrüns ten, Räubern und Mördern sehr spannend und professionell von einer Marktfrau im mittelalterlichen Kostüm vorgetragen. Das besondere Ambiente war, es wurde nur mit Laternen ausgeleuchtet. Im mittelalterlichen Rathaus führte der Weg über viele Treppen und Räumen zu den Verließen. Im Badhaus sowie auf dem Friedhof wurden schauerliche Geschichten vorgetragen und mancher Sänger sah bei Kerzenschein auch tatsächlich einige weißgestaltete Gespenster oder Untote (hervorgerufen vielleicht aber auch nur vom ausgiebigen Frühschoppen).

Der Ausflugtag am Montag begann mit einer Enttäuschung. Die nahen Berge lagen im dichten Nebel und tief hängenden Wolken. Es war eine Fahrt nach Oberstaufen mit Auffahrt der Steibis-Hochgratbahn geplant.

Leider musste dieser Ausflug abgesagt werden, aber stattdessen zog das alternative Programm. Zuerst führte eine sehr auskunftsfähige Stadtführerin bei einer Wanderung die Sänger durch die historische Vergangenheit und Entwicklung von Wangen.

Danach ging die Fahrt nach Friedrichhafen am Bodensee mit Besichtigung des Zeppelin-Museum. Der technisch interessierte Sänger konnte sehr viel über die damalige Technik der Luftschifffahrt erfahren.

Nach Wangen zurück fand der Abschlussabend im Erlebnisrestaurant Rimmele statt. Hier erwartete uns ein „Original-Bayrischer-Biergarten-Schmankerl".

In volkstümlicher Weise führte uns ein singender und Geschichten erzählender Urbayer aus der Region bei dieser deftigen Brotzeit durch den Abend.

Am Dienstag war Heimreise angesagt und die Sänger erreichten am frühen Abend unversehrt, aber mit vielen schönen Erinnerungen versehen, wieder die Heimat.

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