46. Konzertreise nach Trier

27.08.2016 - 30.08.2016

Trier und Verdun

Noch nie zuvor begleitete eine der Konzertreisen des MGV Sängerchor Heiligenhaus so große Hitze, selten war das von Hansjörg Camphausen vorbereitete Gesangs- und Kulturprogramm so dicht wie in diesem Jahr. Die alte Römerstadt Trier und die Gedenkstätten der Schlachtfelder im französischen Verdun waren Ziel der viertägigen Fahrt, an der leider nur etwa zwei Drittel der Sänger teilnahmen. Auf der Hinreise besichtige man das Römer-Tuffstein-Bergwerk Meurin in der Eifel. In Trier genossen die Sänger im Dom ein Orgelkonzert „aus dem Schwalbennest“. Anschließend gab der Chor dort unter Musikdirektorin Claudia Rübben-Laux vor große Zuhörerschar ein viel beachtetes Spontankonzert. Im Brunnenhof an der Porta Nigra folgte abends ein abwechslungsreiches Konzert des MGV vor erfreulich vielen Zuhörern, trotz Sonne und Hitze. Die Aktiven litten bei leichter Chorkleidung sehr unter den Temperaturen, konnten aber mit einem umfangreichen Querschnitt aus dem Repertoire – von Chorwerken über Volks- und Populärmusik bis zu den mit besonderem Beifall bedachten „Kölschen Leedern“ (Soli Vorsitzender Jürgen Wunderlich und Paul Lutz) begeistern. Sonntag gestaltete der Sängerchor das Hochamt in der neben dem Dom gelegenen Liebfrauenbasilika mit kirchenmusikalischen Titeln; die unerwartet große Gläubigenschar dankte mit herzlichem Beifall. Nach dem Gottesdienst gab es am Portal der Basilika ein kleines, gut angenommenes Platzkonzert. Redlich verdient der anschließende musikalische Frühschoppen mit Mittagstisch im Innenhof des Restaurants „Zum Domstein“. Als besonders bewegendes und auch bedrückendes Erlebnis erwies sich die Montagsfahrt nach Verdun in Frankreich, vor 100 Jahren Schauplatz der wohl größten und verlustreichsten, über 300 Tage dauernden Schlacht des ersten Weltkrieges. Hunderttausende französische und deutsche Soldaten fanden dort den Tod. Unter fachkundiger Führung sahen die Heiligenhauser riesige französische Gräberfelder, das Beinhaus mit den Gebeinen von mehr als 150.000 unbekannten Soldaten, das Fort de Douaumont (Friedenslieder in beiden Stätten), das erweiterte Weltkriegs-Museum Mémorial Verdun sowie die Altstadt. Montagabend genossen die Sänger im Trierer Weingut von Nell eine Weinprobe sowie das leckere Winzermahl. Vor der Rückfahrt besichtigten sie die Benediktinerabtei Trier und sangen an der Grabstätte des Apostels Matthias. Auf dem Weg nach Hause stoppte der Chor an der umfangreichen Flugausstellung in Hermeskeil mit Mittagsrast im Café der Concorde und später in Maria Laach.

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