49. Konzertreise nach Heidelberg

01. bis 04. September 2018

Anstrengend, aber überaus erfolgreich verlief die viertägige Konzertreise des MGV Sängerchor Heiligenhaus nach Heidelberg, dem Inbegriff der deutschen Romantik. Nach der frühen Ankunft am Samstag stand eine umfangreiche Führung zu den historischen Punkten der im Krieg verschonten Altstadt, unter anderem in die großen Stadtkirchen beider Konfessionen. Am schönen Spätsommerabend erlebten die Sänger die traditionelle „Beleuchtung“ der alten Schlossruine und das anschließende Superfeuerwerk, das von der gesperrten „Alten Brücke“ abgebrannt wurde. Die Sperre bescherte dem Chor einen längeren Fußmarsch über die Staumauer der Neckarschleuse. Auf den „Nepomuk-Terrassen“ direkt neben dem Brückenkopf auf der Neuenheimer Seite waren Plätze reserviert. Was weder Chorleiterin Claudia Rübben-Laux noch die knapp 40 mitgereisten Sänger beim Blick in die fröhlich feiernden, etwa 3000 Besucher in diesem Bereich (von insgesamt 25.000), für möglich hielten, gelang vorzüglich. Bei zwei großen Auftrittsblocks konnte der MGV und mit locker-leichten Liedern begeistern. Erstaunlicherweise gab es besonders großen Beifall für die kölschen Leeder, vor allem von den „Fööss“. Mehrere Zugaben klangen in die laue Spätsommernacht, bevor die am Hang gegenüberliegende Schlossruine in bengalische Leuchtfeuer gehüllt und danach ein Superfeuerwerk gezündet wurde.

Sonntagmorgen gestaltete der MGV das Hochamt in der großen, vollbesetzten Jesuitenkirche im Herzen von Heidelberg mit. Unter anderem erklangen, an einer Orgel einfühlsam vom Kantor der Gemeinde begleitet, Teile der „Messe Breve“ von Charles Gounod mit Tenorsolo vom Vorsitzenden und Vizedirigenten Jürgen Wunderlich. Großer Beifall der Messbesucher sowie, Dank- und Lobesworte des Pfarrers, der anschließend sogar dem kleinen Platzkonzert vor dem Gotteshaus lauschte, lohnten die Mühe. Nach dem Mittagstisch im Brauhaus „Alt Heidelberg“ erklangen beim späten Frühschoppen fröhliche Lieder. Anschließend war Freizeit, die einige zur Schlossbesichtigung nutzten.

Heidelberg

Foto: MGV / Klaas

Montag ging es bei ganztägiger Begleitung durch einen kompetenten und humorvollen Reiseleiter schon früh zur Schifffahrt neckaraufwärts von Heidelberg nach Neckarsteinach. Hier wartete der Bus zur Weiterfahrt nach Hirschhorn mit informativem Rundgang. Nach dem Mittagstisch führte die Fahrt nach Bad Wimpfen mit Kaiserpfalz und dem weithin sichtbaren „Blauen Turm“. Das über 50 Meter hohe Wahrzeichen der Stadt war leider zur Sanierung komplett eingerüstet. Die späte Rückkehr im Hotel ließ kaum Zeit bis zum gemütlichen Abschlussabend, der bereits um 19 Uhr im 425 Jahre alten Hotel Ritter startete, das neben der gegenüberliegenden Heilig-Geist als einziges Haus während des 30jährigen Krieges nicht niedergebrannt wurde.

Dienstag ging es nicht direkt zurück. Zuerst gab es im prächtigen Schloss Schwetzingen eine umfangreiche Führung und anschließend den Rundgang durch den riesigen Schlossgarten, ein Kulturdenkmal von europäischem Rang. Die Weiterfahrt führte zum größten Weinfass der Welt nach Bad Dürkheim. Letzter Stopp schließlich der Dom zu Worms, wo die Heiligenhauser unter der Leitung von Claudia Rübben-Laux vor spontan schnell wachsendem Publikum Kostproben ihres Könnens präsentierten. Danach ging es staufrei zurück und die von Hansjörg Camphausen hervorragend organisierte Konzertreise endete am Abend in Heiligenhaus.

Heidelberg

Foto: MGV / Klaas

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